Freitag, 8. Februar 2013

Erfahrungen mit dem Färben handgesponnener Wolle mit Ostereierfarben

In den letzten Wochen habe ich mit der Handspindel bereits mehrere Garne hergestellt, fertig verzwirnt und danach gehaspelt. Nun war es soweit, daß ich mich einmal ans Färben heranwagen wollte. Auch dazu hat Chantimanou ein paar interessante Videos gemacht, an denen ich mich orientiert habe.

Wolle färben mit Ostereierfarben – die Vorbereitungen
Ich wollte Ostereier-Kaltfarben benutzen. Und da es ja momentan genau die richtige Jahreszeit ist, in der man diese reichlich zu kaufen bekommt, habe ich mich zuerst einmal mit ein paar Päckchen davon eingedeckt. Als weiteres Zubehör sammelte ich einige leere Gurkengläser und besorgte mir in der Apotheke 10-ml-Einwegspritzen.

Am Vorabend legte ich meine Garnstränge in Essigwasser ein und ließ sie dort über Nacht. 



Am nächsten Tag nahm ich die Wolle wieder heraus und drückte das Wasser wieder gut aus, bis die Stränge nur noch leicht naß waren. Danach löste ich ein paar Farbtabletten auf und gab von jeder Farbe noch eine zweite dazu in das entsprechende Glas. Da ich die Farben anschließend im Backofen fixieren wollte, legte ich pro Wollstrang ein Backblech mit Alufolie aus (auch meine Katze fand die Aktion äußerst interessant, wie das Foto belegt).




Der kreative Teil
Nun begann ich, mein Erstlingsgarn grün-lila einzufärben. Dazu zog ich mir mit den Spritzen immer etwas Farbe auf, die ich dann in unregelmäßigen Abständen auf die Wolle aufträufelte. Es machte richtig Spaß, mit den Farben herumzuhantieren und -experimentieren. Immer wieder wendete ich das Garn und benetzte auch die unteren Fäden, damit keine zu großen weißen Stellen übrig blieben. Teilweise drückte ich dann mit einem Löffel auf die gefärbten Bereiche, damit sich die Farbe besser verteilen konnte. Als der erste Strang zufriedenstellend ausschaute, machte ich mich gleich an den zweiten, der eine rot-lila Färbung bekommen sollte.

Die Farben im Backofen fixieren
Nachdem die beiden ersten Stränge soweit waren, schob ich die beiden Bleche mit den gefärbten Garnen in den Backofen. Nun war ich etwas unsicher, wie heiß und wie lange ich die Wolle nun „backen“ sollte. Chanti gab in ihrer Anleitung 20 bis 30 Minuten bei 50 Grad an. Andere Stimmen im Netz meinten bis zu einer Stunde bei 80 bis 100 Grad. Was tun? Ich entschied mich, mal mit Chantis Version anzufangen.

Nach einer halben Stunde – in der ich dann mein bisher schönstes in ein traumhaftes Türkisblau gefärbt habe - nahm ich dann mal probeweise den ersten Strang aus dem Backofen. Nachdem er etwas abgekühlt war, begann ich ihn mit klarem Wasser auszuspülen – und erschrak. Soviel Farbe ging aus! Kurzerhand gönnte ich meinem zweiten nochmals eine halbe Stunde im Ofen, diesmal aber bei 80 Grad. Mein neuestes, blaues Garn gesellte ich zu ihm.

Lieber doch die Farbe in der Mikrowelle fixieren?
Als das zweite Garn ausspülte, blutete etwas weniger Farbe aus als bei meinem ersten Garn, aber immer noch mehr, als mir lieb war. Deshalb nahm ich mein schönes blaues nach der ersten halben Stunde im Backofen heraus, packte es in Frischhaltefolie und gab es für 3 Minuten bei ca. 600 Watt in die Mikrowelle. Es wäre zu schade gewesen, wenn dieses tolle Blau auch zu einem Pastellton geworden wäre.

Ich konnte es kaum abwarten, bis das blaue Päckchen anschließend wieder so abgekühlt war, daß ich einen Spülversuch starten konnte. Und: die Farbe hielt! Ich wusch das Garn dann vorsichtig mit lauwarmem Wasser und einem Tropfen Spülmittel durch und spülte es noch einmal mit klarem Wasser. Die Farbe blieb drin.

Das Fazit meines Färbe-Experiments
Jetzt trocknen meine frisch gefärbten Garne so vor sich hin, und insgesamt bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Ich hab mir inzwischen einen kleinen Vorrat an Ostereierfarben zugelegt, denn ich will auf jeden Fall noch öfter meine handgesponnene Wolle damit einfärben. Doch das mit dem Backofen werd ich wohl eher bleibenlassen und gleich die Mikrowelle benutzen. Geht ja auch schneller und braucht weniger Energie.

Montag, 21. Januar 2013

Kostenlose Häkelanleitung: Tassenwärmer „Wellenspiel“

Die Tassenhülle ist für Standard-Kaffeebecher mit einem Umfang von etwa 25 Zentimetern gedacht. Mit etwas Geschick kann die Anleitung aber auch für schmälere oder breitere Tassen abgeändert werden.




Material
Gehäkelt wird mit einem Rest buntmelierter Sockenwolle und einer Häkelnadel Stärke 3.


Anleitung

Beginn
Schlagen Sie 72 Luftmaschen + 3 Wendeluftmaschen an.

1. Reihe
Arbeiten Sie in die 5. Luftmasche von der Nadel aus ein Stäbchen (die Wendeluftmaschen ersetzen das erste Stäbchen der Reihe). Es folgen in die beiden nächsten Luftmaschen nochmals je ein Stäbchen. Die zwei nächsten Stäbchen werden zusammen abgemascht, die darauf folgenden ebenfalls. * Es folgen wieder 3 Stäbchen. Danach arbeiten Sie 2 Stäbchen in eine Luftmasche und wiederholen dies bei den beiden nächsten Stäbchen noch einmal. Anschließend kommen wieder 3 einzelne und danach 2x 2 zusammen abgemaschte Stäbchen. * Wiederholen Sie die Schritte von * bis * noch viermal. Am Ende der Reihe folgen dann noch vier Stäbchen.

2. Reihe
Beginnen Sie mit drei Wendeluftmaschen, die das erste Stäbchen ersetzen. Arbeiten Sie dann auf die Maschen der Vorreihe noch 2 Stäbchen. * Anschließend werden 2x 2 Stäbchen zusammen abgemascht. Dann kommen 3 Stäbchen. Danach häkeln Sie 2x 2 Stäbchen in jeweils eine Masche der Vorreihe. Es folgen wieder 3 normale Stäbchen. * Wiederholen Sie die Arbeitsschritte von * bis * viermal. Jetzt sollten Sie das Ende der Reihe erreicht haben.

3. Reihe
Es folgt eine Reihe Luftmaschen, die immer wieder mit festen Maschen an den Scheitelpunkten der eben gehäkelten Wellen befestigt werden. Häkeln Sie 11 Luftmaschen. * Danach arbeiten Sie in die beiden mittleren Maschen der Vorreihe je eine feste Masche. Es folgen 10 Luftmaschen. * Wiederholen Sie die Schritte von * bis * viermal. Zum Abschluß kommt eine Kettmasche in die oberste Wendeluftmasche am Ende der Vorreihe.

4. Reihe
Beginnen Sie mit drei Wendeluftmaschen als Ersatz für das erste Stäbchen. Danach folgen vier normale und anschließend * 2x 2 Stäbchen, die jeweils in eine Masche gehäkelt werden. Arbeiten Sie dann 3 Stäbchen und danach 2x 2 Stäbchen, die jeweils zusammen abgemascht werden. Es folgen wieder 3 Stäbchen. * Wiederholen Sie die Arbeitsschritte von * bis * viermal. Danach kommen noch einmal 2x 2 Stäbchen in je eine Masche der Vorreihe. Häkeln Sie nun noch 4 Stäbchen, um die Reihe zu beenden.

5. Reihe
Auch diese Reihe fängt mit drei Wendeluftmaschen an, die das erste Stäbchen ersetzen. Häkeln Sie danach 5 Stäbchen. * Es folgen 2x 2 Stäbchen in je eine Masche der Vorreihe. Danach kommen 3 normale und 2x 2 zusammen abgemaschte Stäbchen. Anschließend arbeiten Sie wieder 3 Stäbchen. * Wiederholen Sie die Schritte von * bis * viermal. Danach kommen noch einmal 2x 2 Stäbchen in je eine Masche der Vorreihe. Beenden Sie die Reihe mit weiteren 6 Stäbchen.

Verschlußbänder
Häkeln Sie, wenn Sie die 5. Reihe beendet haben, gleich daran anschließend 30 Luftmaschen + 1 Wende-Luftmasche. Arbeiten Sie dann auf diese Luftmaschenkette 25 feste Maschen zurück. Häkeln Sie danach nochmals 5 Luftmaschen und befestigen Sie diese mit einer Kettmasche an der äußersten Luftmasche der Anfangsreihe, mit der Sie die Häkelarbeit begonnen haben.

Arbeiten Sie am anderen Ende der Tassenhülle ebenfalls solch ein Band. Setzen Sie dazu an der äußersten Masche der 5. Reihe an und enden Sie wieder mit einer Kettmasche in die Anfangsreihe.

Zum Schluß vernähen Sie alle Fäden.


Wenn der Tassenwärmer etwas länger oder kürzer werden soll...

Sie können, um die Größe zu variieren, einen Mustersatz weglassen oder dazuhäkeln. Die Anzahl der Anfangsluftmaschen muß durch 12 teilbar sein, damit es mit dem Muster keine Probleme gibt.

Wenn Ihre Tasse nur wenige Millimeter oder Zentimeter mehr Umfang als die oben angegebenen 25 Zentimeter besitzt, können Sie auch einfach die Verschlußbänder etwas länger häkeln.

Spinnen in der Park-and-Draft-Technik

Wer das Spinnen mit der Handspindel erlernen möchte, tut dies am Besten zuerst mit der „Park-and-Draft-Technik“, was soviel wie „parken und herausziehen“ bedeutet. Dabei hat man die Spindel genauso wie die Wollfasern stets unter Kontrolle und kann jeden Arbeitsschritt einzeln nacheinander durchführen.

Zuerst ist es wichtig, die Stelle, an der die bereits eingedrehte Wolle in den Faservorrat übergeht, mit zwei Fingern gut festzuhalten, bevor man die Spindel mit der anderen Hand andreht. Der entstehende Drall darf nicht unkontrolliert in den Vorrat hineinlaufen. Denn dann würden sich bereits Fasern ineinander verdrehen, und es würde schwierig bis unmöglich, sie noch einmal voneinander zu lösen, um daraus noch einen gleichmäßigen Faden spinnen zu können.

Hält die sich drehende Spindel nach einer Weile allmählich an oder beginnt sie sogar bereits, sich wieder zurückzudrehen, klemmt man sie zwischen den Beinen oder unter dem Arm ein und sichert sie so. Jetzt kann man sich ganz der Arbeit mit den Händen widmen.

Beim nächsten Schritt dreht man das Ende des soeben gesponnenen Garns mit den Fingern der linken Hand wieder etwas auf und zieht vorsichtig daran, damit die Fasern aus dem Wollvorrat der rechten Hand etwas herausrutschen können. Dann läßt man die Finger der linken Hand etwas lockerer, damit sich der Drall weiter nach vorn ausbreiten kann und sich die soeben langgezogenen Wollfasern eindrehen können. So geht es immer weiter, bis kaum noch Drall auf dem Garn in der linken Hand ist.

Dann ist es an der Zeit, den Übergang wieder gut festzuhalten und die Spindel erneut anzudrehen. Wichtig ist dabei, wieder in derselben Richtung zu drehen wie das vorherige Mal. Ansonsten würde sich der gerade gesponnene Faden wieder aufdrehen und reißen.

Mit der Zeit wird so der Faden, der an der Spindel hängt, immer länger. Spätestens, wenn die Spindel beim Drehen den Boden erreicht, sollte man das neu gesponnene Garn um den Schaft herum aufwickeln und wieder neu in den Haken am oberen Ende einhängen.

Donnerstag, 17. Januar 2013

Spinnen mit der Handspindel - erste Erfahrungen

Ich probiere ja gern immer wieder mal was Neues aus in Sachen Handarbeiten. Und als ich bereits vor einiger Zeit auf die Youtube-Videos von Chantimanou stieß, die dort ganz charmant und verständlich alles rund ums Handspinnen erklärt, juckte es mich in den Fingern. Doch es dauerte noch einige Monate, bis ich mich nun wirklich aufraffen konnte, mir ein Handspindel-Anfängerset zu bestellen und es einfach mal auszuprobieren.

Das Spindel-Set
Als es dann Anfang der Woche soweit war, und mir der Postbote mein neues Spindelset übergab, wurde ich ganz aufgeregt. Das Set bestand aus einer Tiefwirtel-Handspindel aus Holz, 100 Gramm wunderbar weicher süddeutscher Merinowolle und einem dazu passenden Baumwollbeutel, in dem man das Ganze verstauen kann – falls man es zwischendurch doch mal wegräumen möchte...

Die Vorbereitungen zum Spinnen mit der Handspindel
Als Erstes schaute ich mir nochmals das Video an. Dann bastelte ich genau nach Anleitung den Leitfaden an meine Spindel. Anschließend nahm ich mir den anmutig verschlungenen Kammzug Wolle vor. So etwas hatte ich noch nie zuvor in den Händen gehalten. Es war eigentlich viel zu schade, dieses Kunstwerk zu zerstören. Aber ich wollte die Wolle ja verspinnen, also mußte ich es tun. Voller Ehrfurcht nahm ich das Gebilde schließlich ganz vorsichtig auseinander. Dabei erreichte ein wohlig-muffiger Duft meine Nase. Ach ja, dachte ich mir, Wolle stammt vom Schaf.

Das Spinnen beginnt
Ich teilte mir ein kurzes Stück von dem Kammzug ab und zupfte mir ein paar Fasern für den Beginn heraus. Diese fädelte ich dann durch die Schlinge am Ende des Leitfadens, bog sie zurück und hielt sie mit der rechten Hand fest, während ich mit der anderen etwas ungelenk den „Leader“ um den Spindelschaft wickelte und am Haken einhängte. Dann hieß es: Spindel drehen, das Anfangsstück eindrehen lassen. Und, o Wunder, die Sache hielt!

Die ersten Probleme
Ich begann, in der Park-and-Draft-Technik zu spinnen. Und zu meinem Erstaunen wurde der Faden gar nicht so dickbauchig und unregelmäßig, wie ich es erwartet hatte. Es dauerte auch länger als vermutet, bis er mir das erste Mal abriß. Doch nach etwa einer Viertelstunde bat mich mein Körper dringend, eine Pause zu machen. Mein rechter Daumen glänzte rot, die Finger der rechten Hand schmerzten, meine Arme und Schultern fühlten sich an, als hätte ich nicht gehandarbeitet, sondern Holz gehackt. Etwas ratlos legte ich die Arbeit zur Seite und schaute mir den Rest Wolle an. Wie viele Wochen (und Massagetermine) man wohl brauchte, um 100 Gramm zu verspinnen?

Handspinnen braucht Übung
Nun, ich gab nicht auf und nahm mein Spinnzeug während der folgenden Tage immer wieder zur Hand. Und irgendwann kapierte ich, daß ich die Fasern nicht mit der rechten Hand aus dem bereits gesponnenen Faden, sondern mit der linken Hand aus dem Wollvorrat herausziehen sollte. Inzwischen kann ich sogar mehrere Stunden lang spinnen, ohne daß mir hinterher alles wehtut! Das Ergebnis meines ersten Spinnversuchs zeigt das Foto unten. Ein, finde ich, wunderschöner Faden ist entstanden. Natürlich ist er unregelmäßig, aber damit kann ich leben.


Gestern habe ich das Garn dann noch verzwirnt, was mir nochmals einige Schwierigkeiten brachte. Denn ich hatte die beiden Knäuel, aus denen ich die zu verzwirnenden Fäden herausziehen wollte, nicht sauber genug gewickelt. Mit der Zeit war ein heilloses Faden-Kuddelmuddel entstanden, das ich nur mühsam wieder entwirren konnte. Es hat mich dabei wirklich erstaunt, wie robust dieser erste Faden doch geworden war. Ich mußte stellenweise ganz schön daran herumziehen und -wickeln, um das Durcheinander wieder beherrschbar zu bekommen. Und dabei ist er mir nur an zwei Stellen, die sowieso recht dünn gewesen waren, gerissen. Der Faden an sich hat gut gehalten.


Alles in allem habe ich mit dem Spinnen eine schöne neue (alte) Form der Handarbeit für mich entdeckt. Die 100 Gramm Kammzug des Anfängersets sind bereits verarbeitet, und eine größere Lieferung Wolle ist auch schon unterwegs zu mir. Für alle, die es auch einmal versuchen möchten, habe ich hier Chantimanous Videoanleitung zum Spinnen mit der Handspindel verlinkt.

Dienstag, 8. Januar 2013

Neue Häkelanleitung als E-Book: Drei filigrane Tassenwärmer


Diese drei zart gehäkelten Tassenwärmer können Sie mit meiner neuen Anleitung ganz leicht nacharbeiten. Die Hüllen passen für normale Standard-Kaffeebecher mit ca. 25 cm Umfang und etwa 9 cm Höhe. Möchten Sie eine dickere oder schmalere Tasse damit umhüllen, können Sie die Anleitungen auch abändern. Wie Sie dies bei den einzelnen Modellen jeweils am Günstigsten tun können, erfahren Sie in dem E-Book ebenfalls.

Alle drei Tassenwärmer werden aus beigem Baumwollhäkelgarn der Stärke 10 angefertigt. Natürlich können Sie auch eine andere Farbe wählen, wenn Ihnen diese besser gefällt. Vielleicht haben Sie sogar noch Garnreste in der passenden Stärke. Dann können Sie diese gut dafür verwenden.

Es ist nicht schwierig, die Tassenwärmer nachzuhäkeln. Sie sollten jedoch bereits wissen, wie man Luftmaschen, feste Maschen, Stäbchen – normale, halbe und doppelte, und auch Kettmaschen häkelt. Denn in der Anleitung ist keine Häkelschule enthalten.

Tassenhülle mit Fächermuster
Kleine gehäkelte Fächer aus Stäbchen und Luftmaschenbögen reihen sich hier aneinander, damit dieses filigrane Muster entsteht. 



Tassenwärmer mit kleinen Blüten
Bei diesem Modell umrundet eine Häkelspitze aus vielen Mini-Blüten das Gefäß.



Tassenhülle mit Sternenmuster
Ein Sternenhimmel für Ihre Tasse. In der Anleitung wird auch gezeigt, wie Sie kleine Perlen mit einhäkeln können, damit die Sterne sogar „funkeln“.



Der Verschluss
Jede Hülle wird mit zwei kleinen Knöpfen verschlossen. Die Anleitung erklärt genau, wie Sie diese Knöpfe herstellen. Natürlich können Sie auch andere selbstgemachte oder gekaufte Knöpfe benutzen, wenn Ihnen diese besser gefallen.



Die Anleitung für die drei Tassenwärmer
Das E-Book enthält für alle drei Modelle ausführliche Häkelschriften. Außerdem wird Schritt für Schritt genau erklärt, wie die Hüllen gehäkelt werden. Auf sieben Fotos können Sie sich die Tassenwärmer genau anschauen – die Vorderseiten ebenso wie die Verschlüsse.

Sie können sich die Anleitung für diese drei filigranen Tassenwärmer bei Amazon als E-Book kaufen. Dort gibt es auch eine kleine Vorschau, wenn Sie sie sich etwas genauer ansehen möchten.

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Zwei Schneeflocken-Häkelanleitungen

Ich habe ein wenig mit Weihnachtshäkeleien herumprobiert und dabei kam dieser süße kleine Eiskristall heraus. Zuerst habe ich ihn mit normalem Baumwollhäkelgarn in Weiß gearbeitet, und danach noch einmal mit einem schrecklich dünnen Metallic-Gold-Garn. Es war schon eine Fummelarbeit. Das Resultat ist aber doch ganz hübsch geworden...


Für alle, die diese kleine Schneeflocke selbst nacharbeiten möchten, kommt hier die Anleitung. Grundsätzlich ist nichts Großartiges dabei, und auch Leute, die noch keine Häkelprofis sind, können solch ein Flöckchen gut selbermachen. Aber ein wenig Fingerspitzengefühl braucht es. Und Anfängern empfehle ich, den Schneekristall erst einmal mit einem dickeren Garn auszuprobieren. Wenn man ihn schon einmal gehäkelt hat und weiß, wie alles funktionieren soll, fällt die Arbeit mit einem dünneren Garn dann auch leichter.

Dieses Material brauchen Sie, um die Schneeflocke zu nachzuhäkeln:

  • einen Rest weißes Baumwoll-Häkelgarn in der gewünschten Stärke, zum Beispiel Stärke 10 oder 20; man kann aber auch anderes Garn in weiß oder mit Glitzer-Effekt benutzen;
  • eine dazu passende Häkelnadel

Die verwendeten Häkelmaschen:
Der Schneekristall wird aus Kettmaschen, Luftmaschen, festen Maschen, halben und ganzen Stäbchen gearbeitet. Jede Runde wird mit einer Kettmasche beendet. In der Abschluss-Runde häkeln Sie Pikots aus jeweils drei Luftmaschen.


So wird der Eiskristall gehäkelt

Arbeiten Sie für den Anfang 5 Luftmaschen und schließen diese kleine Luftmaschenkette mit einer Kettmasche zum Ring.

1. Runde:
Häkeln Sie nun als Ersatz für das erste Stäbchen in dieser Runde 3 Luftmaschen. Danach folgen 12 Stäbchen, die in den Luftmaschenring gearbeitet werden.

2. Runde:
Beginnen Sie die Runde mit 3 Luftmaschen. Häkeln Sie danach ein Stäbchen in die nächste Masche der Vorreihe. Es folgen jetzt wieder 3 Luftmaschen und dann eine feste Masche in die nächste Masche der darunter liegenden Reihe. Wiederholen Sie dies bis zum Ende der Runde. Schließen Sie danach die Reihe mit einer Kettmasche.

3. Runde:
Die nächste Runde fangen Sie mit einer Luftmasche an. Arbeiten Sie anschließend in den ersten Luftmaschenbogen der vorherigen Reihe eine feste Masche, danach ein halbes Stäbchen und ein ganzes Stäbchen. Dann kommen 3 Luftmaschen.
In den nächsten Luftmaschenbogen häkeln Sie nun zuerst ein ganzes Stäbchen, dann ein halbes Stäbchen und schließlich noch eine feste Masche. Arbeiten Sie danach die weiteren fünf Zacken ebenso. Wenn Sie das Ende der Runde erreicht haben, schließen Sie sie mit einer Kettmasche ab.

4. Runde:
Häkeln Sie für den Beginn dieser Runde eine Kettmasche, um damit in den ersten Luftmaschenbogen der Vorreihe zu gelangen. Beginnen Sie jetzt mit einer festen Masche und drei Luftmaschen, die Sie zu einem Pikot zusammenfassen. Am Besten geht das, wenn Sie nach der letzten Luftmasche eine Kettmasche in das vordere Maschenglied der zuletzt gehäkelten festen Masche arbeiten.
Häkeln Sie auf diese Weise noch 2 weitere Pikots in dieselbe Masche. * Es folgen 8 Luftmaschen und danach eine feste Masche in den nächsten Luftmaschenbogen der Vorreihe. Arbeiten Sie auch in diese feste Masche 3 Pikots aus jeweils 3 Luftmaschen.* Wiederholen Sie alle Schritte von * bis * so lange, bis Sie das Ende dieser Runde erreicht haben. Schließen Sie die Runde wieder mit einer Kettmasche ab.

Fertigstellung der Schneeflocke
Vernähen Sie die Fäden. Um die Schneeflocke so richtig in Form zu bringen, können sie sie noch spannen und mit etwas Wäschestärke noch ein wenig formstabiler machen. Hier noch ein kleiner Tipp: Anstatt der Wäschestärke können Sie den Eiskristall auch mit Zucker versteifen. Lösen Sie dazu etwas normalen Haushaltszucker mit wenig Wasser auf. Es sollte eine zwar flüssige, aber doch sehr zuckerlastige Lösung entstehen. Weichen Sie die Schneeflocke darin gut ein. Spannen Sie sie dann und lassen Sie sie trocknen.
Wenn Sie den Eiskristall gern aufhängen möchten, können Sie noch einen dünnen Faden daran befestigen. Die Häkelei kommt als (vor-)weihnachtlicher Fensterschmuck gut zur Geltung. Wer mag, kann aus vielen gehäkelten Schneeflocken sogar eine Art winterlichen Vorhang gestalten. Vielleicht wollen Sie aber Ihre Wohnung mit Ihrem Häkel-Kunstwerk dekorieren oder den Christbaum damit schmücken.




Noch eine Schneeflocken-Häkelanleitung

Und weil es mir gerade so viel Spaß macht, und da Weihnachten bald vor der Tür steht, kommt hier gleich noch einmal eine Anleitung, nach der Sie einen gehäkelten Eiskristall selbermachen können. Auch bei dieser Schneeflocke ist es empfehlenswert, zuerst ein Probestück aus einem dickeren Garn anzufertigen. Wenn Sie „den Dreh raus haben“, können Sie dann weitere Kristalle aus beliebig dünnerem Häkelgarn herstellen.



Das benötigte Material für diese Schneeflocke:
  • weißes Häkelgarn aus Baumwolle in der Stärke 10 oder 20; dafür kann auch gut ein Rest aufgebraucht werden;
  • eine Häkelnadel, die zu der Wollstärke passt

Die Maschen, mit denen der Kristall gearbeitet wird:
Sie sollten mit Luftmaschen, Kettmaschen, festen Maschen, halben Stäbchen, ganzen Stäbchen und Doppelstäbchen gut zurechtkommen. In der Abschlussrunde werden wieder kleine Pikots aus jeweils drei Luftmaschen gehäkelt.


Anleitung für einen weiteren gehäkelten Schneekristall

Für den Beginn häkeln Sie einen Ring aus 5 Luftmaschen und schließen ihn mit einer Kettmasche.

1. Runde:
Arbeiten Sie nun * 5 Luftmaschen und häkeln Sie dann eine feste Masche in den Luftmaschenring. * Wiederholen Sie alle Schritte von * bis * viermal. Häkeln Sie am Ende der Runde noch 2 Luftmaschen und ein Doppelstäbchen. So gelangen Sie schließlich an das obere Ende dieses kleinen Bogens.

2. Runde:
Fangen Sie diese Runde mit 5 Luftmaschen an. Arbeiten Sie danach in den ersten Luftmaschenbogen der vorherigen Reihe eine feste Masche. Es folgen wieder 5 Luftmaschen und danach eine feste Masche in den nächsten Bogen. Häkeln Sie so weiter, bis Sie das Ende der Runde erreicht haben, und schließen Sie diese dann mit einer Kettmasche ab.

3. Runde:
Häkeln Sie am Anfang eine Kettmasche, um in den nächsten Luftmaschenbogen der vorhergehenden Runde zu gelangen. In diesen Bogen arbeiten Sie anschließend * eine feste Masche, ein halbes Stäbchen, ein Stäbchen, 3 Luftmaschen, ein Stäbchen, ein halbes Stäbchen und wieder eine feste Masche. * Häkeln Sie diese kleinen Zacken von * bis * in jeden der 6 Luftmaschenbögen hinein. Am Ende der Runde schließen Sie diese erneut mit einer Kettmasche ab.

4. Runde:
Beginnen Sie mit einer festen Masche auf die Abschluss-Kettmasche der letzten Runde. Danach arbeiten Sie 3 Luftmaschen und schließen Sie diese zu einem Pikot zusammen, indem Sie eine Kettmasche in das vordere Maschenglied der gerade gehäkelten festen Masche arbeiten. * Es folgen 4 Luftmaschen. Danach häkeln Sie eine feste Masche und ein Pikot aus 3 Luftmaschen in den Luftmaschenbogen an der Spitze der in der vorherigen Runde gearbeiteten kleinen Zacke. Machen Sie mit 4 Luftmaschen weiter. Die nächste feste Masche arbeiten Sie zwischen die beiden folgenden festen Maschen der Vorreihe. Auch hier häkeln Sie wieder ein Pikot aus 3 Luftmaschen. *
Wiederholen Sie die Schritte von * bis * so lange, bis Sie wieder bei dem ersten Pikot dieser Runde angekommen sind. Schließen Sie danach die Reihe wieder mit einer Kettmasche.

Die Schneeflocke nach dem Häkeln fertig stellen
Zum Schluss vernähen Sie die Fäden. Sie können auch diesen Eiskristall wieder mit Wäschestärke oder Zuckerwasser stärken und spannen. Befestigen Sie einen dünnen Faden aus einem Rest Garn an Ihrem Häkel-Kunstwerk und hängen Sie es an einer Stelle auf, wo es gut zur Geltung kommt. Sie können auch nach Belieben Ihren Adventskranz oder ein weihnachtliches Gesteck damit verzieren.


Weitere Handarbeitsanleitungen auf meinem Blog

Wenn Sie nach diesen Schneeflocken noch weiter handarbeiten möchten, können Sie sich gern meine weiteren Anleitungen auf diesem Blog ansehen.

Anleitung für eine gestrickte Kuschelschlange, die man auch als Zugluftstopper benutzen kann
Dies ist eine einfache Strickanleitung,die ich ausgearbeitet habe, als ich für meine beiden Katzis eine kuschelige Schlange zum Schlafen und damit Spielen anfertigen wollte. Etwas kleiner gestrickt, kann Ihnen diese Schlange auch als Zugluftstopper für undichte Türen oder Fenster gute Dienste leisten.

Anleitung für einen strickgefilzten Rucksack
Diese Anleitung zeigt, wie ich einen trendigen und handlichen Rucksack aus meiner selbst gesponnenen und handgefärbten Schafwolle gestrickt habe. Anschließend habe ich ihn in der Waschmaschine gefilzt. Der Link führt zu dem Blog-Artikel, auf dem ich genau beschreibe, wie ich den Rucksack gestrickt und danach gefilzt habe. Wer mag, kann ihn sich gern nacharbeiten.

Strickanleitung für zwei unterschiedliche Socken mit Mustern
Wem es zu öde ist, Socken immer nur glatt rechts zu stricken, kann sich gern mal meine beiden Anleitungen für Mustersocken anschauen. Dort erkläre ich, wie ich die Muster für den Schaft der Strümpfe gestrickt habe. Eine genaue Anleitung für die kompletten Socken einschließlich Ferse und Spitze bietet der Artikel jedoch nicht. Sie können die Schaftmuster mit Ihren eigenen bevorzugten Fersen- und Spitzentechniken problemlos kombinieren.


Wer lieber häkelt als strickt, findet auch noch ein paar weitere Anleitungen in meinem Blog:

Häkelanleitung für einen Tassenwärmer
Wenn Sie mal einen zierlichen, wellenförmigen Tassenwärmer häkeln und einen Garnrest aufbrauchen möchten, können Sie sich meine kostenlose Häkelanleitung für den Tassenwärmer „Wellenspiel“ ansehen. Die Tassenhülle ist schnell gehäkelt und kann ein schlichtes Trinkgefäß nicht nur wärmen, sondern auch aufpeppen.

Handarbeitsanleitungen für Tassenhüllen im E-Book-Format
In dem verlinkten Blog-Artikel finden Sie die Beschreibung zweier Anleitungen, die Sie als E-Books kaufen können. Die erste ist eine Häkelanleitung, nach der Sie aus feinem Garn drei filigrane Tassenwärmer anfertigen können. Die zweite ist eine Strickanleitung. Strickfreudige Katzenfans können sich damit drei verschiedene Tassenhüllen anfertigen, in die kleine Katzenmotive eingearbeitet werden.

Dienstag, 18. Dezember 2012

Anleitung für drei gestrickte Katzen-Tassenwärmer

Wenn es so kalt ist wie jetzt gerade im Winter, tut eine heiße Tasse Tee oder Kaffee so richtig gut. Damit das Getränk nicht zu schnell kalt wird, können Sie der Tasse einen selbstgemachten Tassenwärmer spendieren. So eine Tassenhülle ist nicht schwierig zu stricken. Sie sieht gut aus und bietet auch eine tolle Möglichkeit, um wieder etwas Platz in der Kiste mit den Wollresten zu schaffen.

Vielleicht kennen Sie ja einen Katzen-Fan, den Sie zu Weihnachten noch mit solch einer Tassenhülle beglücken könnten. Oder Sie verschönern einfach eine Ihrer eigenen Tassen mit einer dieser „kätzischen Ummantelungen“.

Anleitung für drei Tassenwärmer als E-Book
Diese Tassenhüllen habe ich selbst entworfen und die Anleitungen dazu als kleines E-Book herausgebracht. In dem Büchlein wird genau erklärt, wie die Hüllen gestrickt werden. Für jedes einzelne Motiv gibt es eine übersichtliche Strickschrift, an der Sie sich orientieren können.Wenn Sie mögen, können Sie sich ja mal die Vorschau der E-Book-Anleitung für diese Katzen-Tassenwärmer bei Amazon ansehen.




Tassenhülle mit schlafender Katze
Der erste Tassenwärmer zeigt auf seiner Vorderseite einen Stubentiger bei seiner Lieblingsbeschäftigung: dem Schlafen. 


Tassenwärmer mit einer Bordüre aus Katzenköpfen
Hier wird ein einfaches Katzenkopf-Motiv immer wieder wiederholt.


Tassenhülle mit spielenden Kätzchen
Bei diesem Tassenwärmer treffen sich in der Mitte zwei junge, verspielte Kätzchen. Das Motiv ist einmal auf der Vorder- und einmal auf der Rückseite zu sehen.


Techniken, die bei den Hüllen verwendet werden
Ich habe hier verschieden farbige Reste von vierfädiger Sockenwolle mit einem Spiel Stricknadeln (fünf Stück) in der Stärke 2,5 verarbeitet. Gestrickt wird mit rechten und linken Maschen in Reihen. Den oberen und unteren Abschluß bildet je ein schmaler Streifen Perlmuster. Der Mittelteil mit den Katzenmotiven wird glatt rechts gearbeitet. Bei den Farbwechseln ist es wichtig, darauf zu achten, daß der gerade nicht benutzte Faden nicht zu fest und auch nicht zu locker an der „linken“ Seite des Strickstücks mitgeführt wird.